Qimonda: Produktionsstopp ab April

Bislang fand sich noch kein neuer Investor
Dresden. Qimonda steht vor dem Aus. Im April soll ein Produktionsstopp erfolgen, nur die Kernmannschaft wird noch weiterarbeiten. Diese soll die neue Buried-Wordline-Produktionstechnologie weiterentwickeln. In ihr liegt Qimondas Hoffnung auf eine Zukunft.
Wie viele Arbeitsplätze konkret betroffen sind, darüber schweigt sich die Infineon-Tochter bislang aus. Klar ist indes, dass die Mitarbeiter in eine noch zu gründende Transfergesellschaft überführt werden sollen. Über die Finanzierung sei man sich noch nicht einig, so Insolvenzverwalter Michael Jaffé.
Sollte sich weiterhin kein Investor für die Chipfabrik finden, droht die Zerschlagung und Weiterveräußerung einzelner Unternehmensteile – "vermutlich nach Asien", wie Jaffé sagte.
Doch auch die Finanzierung der Restbelegschaft über den März hinaus ist bislang noch ungewiss. Hier hofft man auf Unterstützung der Firmenmutter Infineon. Doch ob der Pennystock-Konzern das noch leisten will (oder kann?) ist ungewiss. Ein schon geschnürtes Rettungspaket scheiterte bereits am Widerstand Infineons. Die Regierungen in Dresden, Berlin und Lissabon wollten Qimonda eine Finanzspritze gewähren, forderten den Mutterkonzern auf sich in gleicher Höhe zu beteiligen. Infineon lehnte ab, das Paket kam nicht zustande.
Sollte sich noch ein Investor finden, soll die Produktion in kürzester Zeit wieder hochgefahren werden können, erläutert Jaffé. Die Fabrik befinde sich " im Standby-Modus."

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