Mordverdächtiger im Fall Michelle gefasst

Leipzig. Im Fall der im August ermordeten Michelle (8) gibt es offenbar einen Tatverdächtigen. Die LVZ berichtet am Montag, die Polizei habe einen 19-jährigen am Montagvormittag verhaftet. Ihm wird angelastet, das Mädchen missbraucht und anschließend nahe ihres Wohnortes ermordet zu haben. Die Polizei kommentierte zunächst noch nicht.
Die Leipziger Polizeidirektion teilte lediglich mit, man habe "Maßnahmen" im "Leipziger Südosten" ergriffen. Ein Dementi sieht anders aus. Am Nachmittag wollen die Leipziger Beamten der "SoKo Michelle" nähere Details bekannt geben. Der Nachrichtensender N24 behauptet, der Täter habe nur wenige hundert Meter vom Haus des Mädchens in Stötteritz entfernt gewohnt.

Michelle ware am 18. August vergangenen Jahres auf dem Weg vom Schulhort nach Hause, als sie von einer Person offenbar angesprochen und verschleppt wurde. Drei Tage später wurde ihre Leiche in einem See im Stötteritzer Wäldchen gefunden.

Zeitweise mehr als 100 Beamte suchten nach Hinweisen, die zur Ergreifung des Täters führen könnten. Mehr als 1.700 Hinweise wurden ausgewertet, 5.200 kriminaltechnische Spuren gesichert. Im November wurde die Vermutung laut, dass Michelle im Keller des nahen Humboldt-Gymnasiums festgehalten wurde. Die Schule mit den weitverzweigten Kellergewölben wurde mehrere Tage lang durchsucht. Dabei wurden laut Polizei auch zahlreiche menschliche Spuren sichergestellt. Ob welche von Michelle dabei waren, steht bislang noch nicht fest.

Im Februar startete die Polizei einen Abgleich von Speicheltests mit vorliegendem DNA-Material. Neben vorliegenden Daten von Sexualstraftätern wurden auch freiwillige Speichelproben genommen und ausgewertet.

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