VDMA mit düsterer Prognose für 2009
Frankfurt/Main. Deutschlands Maschinenbauer rechnen mit einem schwierigen Jahr. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet mit einem Produktionsrückgang von rund sieben Prozent. VDMA-Präsident Manfred Wittenstein erwartet den von 25000 Jobs. „Viele Kunden im In- und Ausland reagierten mit wachsender Verunsicherung und verhängten weitreichende Investitions- und Ausgabenstopps", so Wittenstein.
Bereits im 4. Quartal 2008 hatte es einen dramatischen Einbruch gegeben. Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag nach Angaben des VDMA im Dezember 2008 um real 40 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 39 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2008 ergibt sich insgesamt ein Minus von 29 Prozent im Vorjahresvergleich. Das Inland verlor 28 Prozent, das Ausland ging um 30 Prozent zurück. „Das vierte Quartal 2008 ist damit das schlechteste Quartalsergebnis seit 1958", betonte der VDMA Präsident.
Wittenstein betonte, dass die Branche strukturell gut aufgestellt sei und alles daran setze, den erreichten Beschäftigungsstand zu verteidigen. Gleichwohl müssen wir allein schon wegen der zunehmenden Insolvenzen in diesem Jahr mit einem Verlust von zehntausend Arbeitsplätzen rechnen. Insgesamt schätzt der VDMA den Rückgang der Kernmannschaft auf 25.000 Personen. Dennoch zeigte sich Wittenstein optimistisch: „Wir befinden uns auf einer Expedition ungewissen Ausgangs! Doch wir sind gut gerüstet."
Wittenstein appellierte an die Bundesregierung, „nachhaltig die Standortqualität in Deutschland zu verbessern." Der Verband fordere keine klassische Konjunkturpolitik, sondern eine konjunkturgerechte Wachstumspolitik. So sei es nicht nachhaltig, mit leichter Hand bei den künftigen Generationen Anleihen für den Konsum von heute zu machen, verpackt als Kinderbonus, als Steuerbefreiung beim Pkw-Kauf oder als Beitragssenkung bei der Krankenversicherung. Schon vor der Krise war in Deutschland eine massive Investitionslücke und ein viel zu geringes Wachstum des Produktionspotenzials zu beklagen, betonte der VDMA Präsident. Heute komme es entscheidend darauf an, die Basis für mehr Produktion in Deutschland zu stärken. „Dazu müssen wir unsere Strukturen noch entscheidender erneuern und unsere Leistungsfähigkeit noch gezielter verbessern." Der VDMA fordere deshalb eine Wiedereinführung der Verlustverrechnung und eine nachhaltige Verbesserung der Abschreibungsbedingungen.
