Fundort weiträumig abgesperrt – 8-Jährige war am Montag verschwunden
Paderborn. Seit vier Tagen ist die 8-jährige Kardelen K. verschwunden. Jetzt hat die Polizei eine Leiche im Wald am Möhnesee im Sauerland gefunden. Ob es sich dabei um die vermisste Grundschülerin handelt steht noch nicht fest.
Inzwischen hat die Polizei den Fundort am Südufer des Sees weiträumig abgesperrt. Die Sonderkommission hat weitere Hundertschaften zur Spurensuche angefordert. Sicher ist inzwischen nur, dass es sich um eine Kinderleiche handelt. Ganz in der Nähe waren am Mittwoch von zwei Walkerinnen Kleidungsstücke von Kardelen gefunden worden. Seit dem ging die Polizei von einem Verbrechen aus.
Das Mädchen war am Montag gegen 14.30 Uhr in der Nähe ihrer Wohnanschrift in der Paderborner Südstadt letztmalig gesehen geworden. Anschließend verlieren sich die Spuren des Mädchens mit deutsch-türkischer Herkunft. Kardelen hatte die elterliche Wohnung an der Benediktiner Straße gegen 14 Uhr verlassen, um mit einer Freundin zu spielen. Nach erfolgloser Suche mit Unterstützung von Nachbarn und Freunden hatten die Eltern ihre Tochter um 18:20 Uhr bei der Polizei als vermisst gemeldet.
Noch am Montag und Dienstag war es zu umfangreichen Suchmaßnahmen und Ermittlungen der Polizei gekommen, ohne dass die Umstände des Verschwindens oder der Aufenthaltsort des Mädchens geklärt werden konnten. Dabei durchsuchten Polizisten aus Bielefeld und Paderborn intensiv Kleingärten, Parkanlagen und abermals das Wohnumfeld der Vermissten. In die Suche wurden auch die Wohnhäuser in der Nachbarschaft einbezogen.
Polizeibeamte und Freunde der Familie verteilten weit über tausend Handzettel und Suchplakate mit deutschen und türkischen Texten sowie mit dem Bild des vermissten Kindes. Die Familie K. wird von Opferschutzbeauftragten der Paderborner Polizei betreut. Nach einem Schwächeanfall musste der Vater (34) am Dienstag in ein Krankenhaus gebracht werden.

