Kurzarbeit bei Infineon in Dresden

Krise auf dem Halbleitermarkt trifft nun auch die Qimonda-Mutter
Dresden. Die Krise auf dem Halbleitermarkt hat nun auch den Chiphersteller Infineon erreicht. Für das Werk in Dresden hat der Konzern ab Februar Kurzarbeit angemeldet. Dadurch wird die Arbeitszeit bei den Festangestellten – je nach Abteilung und Auftragslage – um rund zehn bis 30 Prozent reduziert. Das berichten verschiedene Medien. Mit dem Schritt sollen drastische Einsparungen ermöglicht werden. Außerdem sollen 135 Zeitarbeiter entlassen werden.
Infineon hatte bereits im Juli 2008 angekündigt, von ursprünglich 2100 Arbeitsplätzen in seinem Dresdner Werk 650 abzubauen. Bereits Ende 2008 war die Zahl der Beschäftigten auf 1800 gesunken. Die Streichung ist Teil eines groß angelegten Sparprogramms. Bis Ende 2009 will der Konzern 250 Millionen Euro einsparen und zehn Prozent der weltweit 30000 Stellen abbauen. Neben dem Personalabbau will Infineon weitere Produktion ins Ausland verlagern, die Kosten für Material zu senken und sich von unrentablen Produkten zu trennen.

Auch die Infineon-Tochter Qimonda ist durch die Krise auf dem Halbleitermarkt stark angeschlagen. Noch ist Infineon mehrheitlich an Qimonda beteiligt, zierte sich zuletzt allerdings zuerst bei den Rettungsbemühungen um den angeschlagenen Hersteller von DRAM-Speicherchips. Kurz vor Weihnachten wurde ein Rettungspaket vom Land Sachsen, Portugal und Infineon geschnürt. Mit eineem Darlehen über insgesamt 325 Mio. Euro und Bürgschaften über weitere Kredite bis zu 280 Mio. Euro soll Qimondas Überleben gesichert werden.

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