SPD verliert dramatisch, FDP und Grüne gewinnen deutlich
Wiesbaden. Dramatische Wahlschlappe für die SPD: Die Sozialdemokraten haben bereits mit heftigen Verlusten bei der Hessen-Wahl am Sonntag erwartet. 13 Prozent sind es laut vorläufigem amtlichen Endergebnis. Davon profitieren FDP und Grüne. Sie konnten kräftige Gewinne verbuchen. Die Linke schaffte den ersten Wiedereinzug in den Landtag in einem westdeutschen Bundesland.
Die CDU kam schlussendlich auf 37,2 Prozent und konnte damit ihr Ergebnis von 2008 halten (plus 0,4 Prozent). Zukünftig kann sie mit der FDP koalieren. Diese steigerte ihr Ergebnis auf 16,2 Prozent (plus 6,8 Prozent).
Der zweite große Gewinner ist die grüne Partei. 6,2 Prozent mehr als 2008 verbuchten die Grünen und landeten damit ein Ergebnis von 13,7 Prozent.
Dafür mussten die Sozialdemokraten bluten. Auf nur noch 23,7 Prozent kommt die SPD unter Schäfer-Gümbel nach knapp 37 Prozent mit Ypsilanti. Die Linke schaffte den Wiedereinzug in einen westdeutschen Landtag und konnte sich leicht verbessern. 5,4 Prozent der Wähler votierten für die Sozialisten.
Der 118 Sitze umfassende Landtag in Wiesbaden wird zukünftig eine 46 Abgeordnete umfassende CDU-Fraktion beherbergen (plus vier Sitze). Zweitstärkste Fraktion wird die SPD mit 29 Parlamentariern (minus 13 Sitze). Die FDP-Fraktion verdoppelt sich fast und umfasst künftig 20 Liberale (plus 9 Sitze). Das gleiche Phänomen bei den Grünen: 17 Sitze (plus 8 Sitze). Die Linksfraktion wird weiterhin aus sechs Abgeordneten gebildet.
Die Wahlbeteiligung sank leicht auf 61 Prozent (minus drei Prozent). Die kleineren Parteien spielten fast keine Rolle. Die Freien Wähler kamen auf 1,6 Prozent, die rechtsextreme NPD erreichte 0,9 Prozent und verpasst damit auch die staatliche Parteienfinanzierung. Die zweite Rechtsaußenpartei REPublikaner erreichte 0,6 Prozent. Die Piratenpartei (Einsatz für freie Wissensverbreitung; kopierschutzkritisch) kam auf 0,5 Prozent. Die BüSo erhielten 0,2 Prozent der Stimmen.
