offenbar rechtsmotivierte Straftaten – Staatsschutz ermittelt
Burgstädt. In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar haben vermutlich Neonazis einen Proberaum der linken Punkband "Fallobstfresser" in Burgstädt abgebrannt. Außerdem wurden Autos angezündet. Die Betroffenen lassen sich dennoch nicht unterkriegen und kündigen eine Demonstration für Freitag an.
Für die Punkrock-Band "Fallobstfresser" war es ein Schock. In der Nacht vom Montag auf Dienstag zündeten bislang Unbekannte den Proberaum der jungen Band an. Weiterhin wurden Autos der Bandmitglieder stark beschädigt – zum Teil Totalschäden. Der Sachschaden konnte von der Polizei noch nicht angegeben werden. Den Bandmitgliedern zufolge geht er in die Tausende.
"Das ist kein Zufall und ganz klar das Werk von Neonazis", sagt einer der Punks. Allein das Schlagzeug hatte einen Wert von 2.000 €. Außerdem war weitere hochwertige Technik im Bandraum. Am gleichen Abend wurden zu allem Übel auch noch zwei Autos linksgerichteter Jugendlicher schwer beschädigt. Ein Toyota wurde niedergebrannt, bei einem Mazda wurden Scheiben und Lichter demoliert.
Die "Fallobstfresser" wollen dennoch nicht aufgeben und rufen nun gemeinsam mit einem Bündnis zu einer Demonstration "gegen Nazi-Brandanschläge" auf. Treffpunkt sei am Freitag (23.1.) um 17 Uhr am Burgstädter Bahnhof.
Unterdessen geht offenbar auch die Polizei von einer politisch motivierten Straftat aus. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
