Mittelsachsen reisen am 14. Februar mit Bussen an
Dresden/Döbeln. In Zusammenhang mit dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ruft ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Gruppen zu einer bundesweiten Demonstration gegen den größten Aufmarsch von Rechtsextremisten in Europa auf, der anlässlich des Jahrestags der Bombardierung der Stadt für den 14. Februar 2009 in Dresden geplant ist.
Der Aufmarsch anlässlich der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 hat sich in den letzten Jahren zum größten, regelmäßig stattfindenden Neonazi-Treffen mit 4000 bis 6000 Teilnehmern aus ganz Europa entwickelt. Durch die Gleichsetzung der Opfer der Luftangriffe auf Dresden mit den Ermordeten in den Konzentrations- und Vernichtungslagern versuchen Rechtsextremisten die nationalsozialistischen Verbrechen zu verharmlosen und die historischen Geschehnisse unter dem Schlagwort "Bombenholocaust" für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Die Gegenaktion wird aus zwei Demonstrationszügen bestehen, die sich beide am Theaterplatz treffen. Hier wird es an diesem Tag eine große Abschlusskundgebung mit anschließendem Konzert geben. Mit dabei sein werden unter anderem SPD-Chef Franz Müntefering, Sebastian Krumbiegel von den Prinzen sowie Smudo von den Fantastischen Vier.
Henning Homann, Kreisvorsitzender der SPD in Mittelsachsen: "Im Rahmen unserer Mobilisierung haben wir uns entschieden mit eigenen Bussen anzureisen und sie interessierten Bürgerinnen und Bürgern mit zur Verfügung zu stellen." Treffpunkt für die Region Mittelsachsen ist die Autobahnabfahrt Siebenlehn, wo es die Möglichkeit geben wird mit einem Bus nach Dresden zu fahren. Homann weiter: "Wir versuchen die Hin- und Rückreise mit dem Bus kostenfrei anzubieten." Eventuell sei eine kleine Eigenbeteiligung von höchstens fünf Euro notwendig. Wer mit den Bussen mitfahren will, sollte sich bis 30. Januar direkt bei Henning Homann melden – am besten per Email: henning.homann@spd-sachsen.de.
