Bis zu 400 Stellen im Zwickauer Werk betroffen
Zwickau/Wolfsburg. Die Wirtschaftskrise trifft nun auch VW in Sachsen. Im Zwickauer Werk werden ab kommenden Jahr keine Leiharbeiter mehr beschäftigt. "Der Einsatz von Zeitarbeitern ist 2009 nicht mehr vorgesehen", sagte Gunter Sandmann, Unternehmenssprecher von Volkswagen. Die Zahl von mehr als 400 betroffenen Menschen wollte er bislang nicht bestätigen.
Sandmann betonte, dass die verschärfte internationale Marktsituation nun auch auf den Standort Zwickau durchschlage. Die Stammbelegschaft braucht jedoch keine Kündigungen zu befürchten. Der Beschäftigungssicherungsvertrag, der bis 2011 gilt, werde eingehalten. Auch Kurzarbeit stehe derzeit nicht zur Disposition.
Nach guten Zahlen im Jahr 2007 mit rund 277.000 produzierten Autos werde dieses Jahr "ein normales Jahr" werden. Für nächstes Jahr wolle jedoch niemand eine Prognose wagen, so Sandmann. Er fügte an, dass das Chemnitzer Motorenwerk sehr gut ausgelastet sei. Stellenabbau sei hier kein Thema. Der ausschließlich in Chemnitz gefertigte 1,4-Liter-TSI-Motor sei derzeit gefragter denn je und werde an alle europäischen Standorte des Automobilherstellers geliefert. Deshalb werde auch über den Jahreswechsel durchgearbeitet.
Eigenen Angaben zufolge arbeiten 7.300 festangestellte Menschen in den sächsischen VW-Werken.
