Kleiner Landesparteitag im Dresdener Businesspark
Dresden. Am heutigen Samstag wurde in Dresden die Wahlkampfstrategie der Linken für das Superwahljahr 2009 beschlossen. Auf dem kleinen Landesparteitag wurde die Partei auf eine angestrebte Regierungsübernahme eingeschworen. Cornelia Ernst, Landesvorsitzende der Sozialisten sagte, "Unser wichtigstes Wahlziel ist es, die CDU in Sachsen als Regierungspartei abzulösen".
Der so genannte kleine Landesparteitag ist eine gemeinsames Treffen von Landes- und Fraktionsvorstand, Landesrat und den Kreisvorsitzenden. Das Gremium stimmte mit knapp 89 Prozent für Katja Kipping als Spitzenkandidatin für die Sachsenliste bei den Bundestagswahlen. Bereits im Oktober wurde André Hahn, Vorsitzender der Landtagsfraktion, als Spitzenkandidat für die Landtagswahlen am 30. August 2009 aufgestellt worden.
Ernst sagte, bei der Bundestagswahl am 27. September wolle die Linke in Sachsen mindestens 30 Prozent der Stimmen gewinnen, um ihr Ziel zu erreichen, drittstärkste Kraft im Bundestag zu werden. Bei der Wahl des Landtags am 30. August werde auf eine "demokratische Mehrheit jenseits von CDU und FDP hingearbeitet", so Ernst. Die letzten Umfrageergebnisse dürften diesen Optimismus dämpfen.
Die Wahlvorbereitungen umfassten die Erarbeitung einer Wahlstrategie (angenommen bei einer Stimmenthaltung) sowie eines Wahlprogramms für die Landtagswahlen. Über letzteres soll am 25. April 2009 abgestimmt werden. Bereits eine Woche zuvor werden die Landeslisten für die Wahlen in Land und Bund aufgestellt.
Die 30-jährige Spitzenkandidatin Katja Kipping gehört seit 2005 der Bundestagsfraktion der Linken an. Seit fünf Jahren ist die gebürtige Dresdnerin stellvertretende Vorsitzende ihrer Partei, als deren Spitzenkandidatin in Sachsen sie bereits in den Bundestagswahlkampf 2005 zog.



