München/Dresden. Mehrere Hundert Qimonda-Mitarbeiter haben am Freitag vor der Münchener Infineon-Zentrale demonstriert. 77,5 Prozent der Anteile an Qimonda hält Infineon. Die Mitarbeiter wollten zeigen, dass sie an eine Zukunft von Qimonda glauben.
Dem Infineon-Management wurde ein offener Brief übergeben, in dem um den Erhalt der Firma gebeten wurde. Die Mitarbeiter glauben an eine Markterholung mit neuen innovativen Produktionstechniken.
Derweil geht die Suche nach einem gemeinsamen Rettungsplan in Bayern und Sachsen weiter. Die Wirtschaftsminister der Freistaaten Martin Zeil (FDP, Bayern) und Thomas Jurk (SPD, Sachsen) wollten am heutigen Freitag in einem Telefonat über die Hilfe für das Unternehmen beraten, sagte eine Sprecherin des bayerischen Wirtschaftministerium gegenüber heise online.
Mehrheitsaktionärin Infineon bemüht sich derweil um eine positive Lösung für Qimonda. Zuletzt lehnte der Konzern das Rettungsangebot des Freistaates Sachsen ab, sich mit 150 Millionen Euro an einem Rettungspaket zu beteiligen. Die Obergrenze läge bei 50 Millionen Euro.
"Unser Angebot steht unverändert", betonte der sächsische Regierungssprecher im Wirtschaftsministerium Peter Zimmermann. Es gebe nichts Neues.
