Chemnitzer Theater dank Kompromiss gesichert

Chemnitz. Der Stadtrat machte es sich schwer. Doch am Ende stand fest: Der Fortbestand des Theaters im gegenwärtigen Umfang ist gesichert. Die Abgeordneten votierten mehrheitlich für eine Zuschusserhöhung um drei Millionen Euro im kommenden Jahr. Damit bleibt die Robert-Schumann-Philharmonie mit einer Mindestbesetzung von 99 Musikern ein so genanntes A-Orchester.
Doch dafür müssen nun auch die Künstler und Angestellten bluten. In einzelnen Theaterbereichen ist nun Teilzeit angesagt, Urlaubsgeld, 13. Monatsgehalt und Tarifanhebungen sind erstmal vom Tisch. Das sieht der neue Haustarifvertrag vor, der am 1. Januar in Kraft tritt und fünf Jahre läuft. Im Gegenzug für die Kürzungen sind in dieser Zeit aber auch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Dies betrifft jedoch nicht die Neubesetzung von Stellen.

Im Sommer forderten die Gewerkschaften nach neun Jahren Haustarifverträgen die Rückkehr zum Flächentarifvertrag. Die Folge war ein 4,2 Millionen Euro großes Defizit im Theaterhaushalt. Dafür gab es bereits in diesem Jahr 600.000 Euro zusätzlich. (Die Sachsen Zeit berichtete.)

Die Zuschüsse des Theaters umfassen jährlich knapp 22 Millionen Euro. Die Stadt gibt 14,8 Millionen Euro, weitere sieben Millionen Euro kommen aus Kulturraummitteln. Ursprünglich wollte der Stadtrat die Zuschüsse nur um eine Million Euro erhöhen. Dies hätte die Kündigung von 60 Mitarbeitern bedeutet. Daraufhin formierte sich eine breite Protestbewegung, die sich für den Erhalt des Fünf-Sparten-Hauses einsetzte.

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