Gefängnis an der Reichenhainerstraße wird derzeit für rund 20 Mio. Euro saniert
Chemnitz/Berlin. Die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich heute in Berlin auf ein zentrales Gefängnis für Frauen geeinigt. Dazu wird die Justizvollzugsanstalt an der Reichenhainerstraße in Chemnitz derzeit für rund 20,2 Millionen Euro saniert und ausgebaut, heißt es in einer Mitteilung des sächsischen Justizministeriums.
Nach Abschluss der Arbeiten sollen künftig 370 Haftplätze für weibliche Gefangene verfügbar sein, davon 330 Haftplätze im geschlossenen und 40 Haftplätze im offenen Vollzug mit jeweils fünf Haftplätzen in Mutter-Kind-Bereichen. Im Gegenzug zum zentralen Frauenvollzug wird im Rahmen der länderübergreifenden Zusammenarbeit die Sicherungsverwahrung von Männern aus den drei Bundesländern ab Herbst 2009 in der neuen Justizvollzugsanstalt Burg in Sachsen-Anhalt vollzogen, die im Frühjahr 2009 eröffnet wird.
Sachsens Justizminister Geert Mackenroth (CDU): „Die sächsische Justiz pflegt seit Jahren im Rahmen der Initiative Mitteldeutschland eine vertrauensvolle Partnerschaft mit Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die länderübergreifende Zusammenarbeit, insbesondere im Justizvollzug, stellt für alle Seiten einen Gewinn dar.“
Derzeit befinden sich 268 weibliche Gefangene im sächsischen Justizvollzug, davon 88 Frauen aus Thüringen und 2 Frauen aus Sachsen-Anhalt. Ab Herbst 2009 werden rund 70 weibliche Gefangene aus Thüringen und rund 60 Gefangene aus Sachsen-Anhalt in der JVA Chemnitz untergebracht sein.
