SPD-Mittelsachsen verlangt Aufklärung über Schramm-Verträge

Kreisvorsitzender Hohmann will Landrat Uhlig in die Pflicht nehmen
Mittweida. Nach neuerlichen Berichten über einen weiteren Beratervertrag für den ehemaligen Mittweidaer Landrat Andreas Schramm (CDU) fordert jetzt auch der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes Mittelsachsen, Henning Homann, Aufklärung. Homann: „Es steht die Vermutung im Raum, dass hier Posten oder Verträge vergeben werden als Gefälligkeit für den Verzicht auf Ämter. Andreas Schramm, die CDU und die Sparkassen müssen hier deutlich sagen, was an den Vermutungen dran ist!“ Es sei nicht annehmbar, dass derartige Vorwürfe im Raum stehen.

Schramm, der erst kürzlich einen Beratervertrag mit der Sachsen Finanzgruppe (SFG) aufgelöst hatte, nachdem dieser in der Öffentlichkeit bekannt geworden war, müsse nun Farbe bekennen. Die CDU habe nicht das Recht, öffentliche Unternehmen zu nutzen, um innerparteilichen Streit durch Postenvergabe zu nutzen. Homann fordert Landrat Volker Uhlig (CDU) zum Handeln auf: „Als Rechtsnachfolger des Landkreises Mittweida müssen wir im Kreistag Mittelsachsen für Aufklärung sorgen.“ Die SPD fordere deshalb den Landrat auf, bei der Sachsen Finanzgruppe und der Sparkassenversicherung die Umstände und Hintergründe dieser Auftragsvergabe zu Hinterfragen. Zudem müsse die Rechtmäßigkeit geprüft werden. „Es muss geklärt, ob der Vertrag entstanden ist, um Schramm für den Verzicht auf den Landratsposten zu entschädigen“, sagte Homann.

Schramm soll nach Medienberichten bei der Sparkassen-Versicherung mithelfen, ein 2008 in Sachsen gestartetes Versicherungsprodukt mit dem Namen „Kristall“ einzuführen. Dahinter verberge sich ein auf Kommunen ausgerichtetes Versicherungs- und Servicepaket. Unklar bei dem neu aufgetauchten Vertrag sei, seit wann und für welches Honorar Schramm die Sparkassen berät.

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