Pianist kommt zum Live-Konzert nach Dresden
Dresden. Lampenfieber kenne er nicht. «…ich mache mir jedes Mal Gedanken über meinen Auftritt, denn ich möchte anderen Leuten nicht die Zeit stehlen. Ich will sie allerdings auch nicht einfach verwöhnen, sondern ihnen etwas bieten, das sie bewegt…. » Davon können sich die Besucher der Jazzgala, am 7. Oktober um 21 Uhr, live überzeugen, wenn Herbie Hancock mit Band in der Semperoper zu Gast sein wird.
Seit 45 Jahren prägt der Jazzpianist, Komponist und Klangrevolutionär Herbie Hancock die Welt der Jazz-Musik. Mit elf Jahren trat er zusammen mit dem Chicago Symphony Orchestra auf und spielte Mozarts 5. Klavierkonzert. Schon damals spielte er neben der klassischen- auch Jazzmusik, interessierte sich für wissenschaftliche Themen und Elektronik. Nach dem College studierte er Elektrotechnik und Musikkomposition. Seine unvergleichliche Karriere als Jazzmusiker begann er mit 22 Jahren in dem berühmten Quintett von Miles Davis. Sechs Jahre später gründete er sein eigenes Sextett und wandte sich der Avantgarde zu. Nachdem er eine Zeit lang «draussen im All» verbracht hatte, wie er diese Phase seines Schaffens selbst bezeichnet, holte er die Headhunters zusammen. Das 1973 erschienene Album «Head Hunters» gehört zu den erfolgreichsten Alben der Jazzgeschichte. Herbie Hancock versammelte die besten Jazzmusiker der Welt um sich, spielte Modern Jazz aber auch Jazzrock und suchte den Schulterschluss mit Funk und Soul, experimentierte mit elektrischen und elektronischen Instrumenten, synthetischen und psychedelischen Sounds ebenso wie er akustische Alben aufnahm. Getrieben von der Leidenschaft immer etwas Neues auszuprobieren wurde er zum Musikvisionär.
Sein musikalisches Schaffen trug ihm bis heute zwölf Grammys ein. Zwei davon erhielt er erst im Februar dieses Jahres für sein aktuelles Album «The Joni Letters», einer Hommage an seine Kollegin Joni Mitchell. Neben dem Grammy für „Best Contemporary Jazz Album“ erhielt er den begehrtesten Grammy von allen: «Album Of The Year» und setzte sich damit gegen die überaus große Popkonkurrenz durch.
In die Semperoper kommt Herbie Hancock in bester Begleitung. Mit von der Partie ist der Trompeter und Komponist Terence Blanchard, der Schlagzeuger Kendrick Scott, der Gitarrist Lionel Loueke, der Mundharmonika-Virtuose Gregoire Marat und der Bassist James Genus. Ein hochkarätiges Line Up, das einen unvergesslichen Abend garantiert.
