terra mineralia zeigt in Freiberg die weltgrößte private Mineraliensammlung
Freiberg. Die weltweit größte private Mineraliensammlung bezieht im sächsischen Freiberg ihre Ausstellungsräume. In der "terra mineralia" im Schloss Freudenstein erwartet die Besucher ab dem 23. Oktober mehr als 5000 Minerale, Edelsteine und Meteoriten. Die Exponate stammen aus Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika.
Die Schau auf 3.000 Quadratmetern Fläche zeigt mit einem modernen Museumskonzept im historischen Schlossambiente Schönheiten aus dem Inneren der Erde und den Tiefen des Alls. Alle Ausstellungsstücke stammen aus der privaten Sammlung der Schweizerin Dr. Erika Pohl. Im Jahr 2004 überließ sie ihre weltweit einzigartige Kollektion der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe.
Insgesamt vier Kontinentsäle gilt es bis zur Eröffnung im Oktober zu bestücken. Zuerst wird sich der Saal Afrika füllen, danach die Ausstellungsräume Europa, Amerika und Asien. Einen besonderen Höhepunkt der "terra mineralia" bildet eine Schatzkammer. In einem Renaissancegewölbe werden dabei die größten und schönsten Stufen aus fünf Kontinenten präsentiert. Um die dort gezeigten Großstufen mussten die Vitrinen herumgebaut werden.
Dem Charakter der Stiftungssammlung folgend, erwartet die Besucher ab Oktober eine „Mineralogische Weltreise“. Auf der Tour können unter anderem Abstecher nach China, Indien oder Afrika unternommen werden. Doch die Freiberger Aussteller wollen nicht nur mit der Ästhetik der Stiftungsbestände beeindrucken. Bei Interesse stehen auch Informationen über Mineraleigenschaften, Entstehungs- und Umwandlungsvorgänge bis hin zur Verwendung der Mineralien bereit.
Die Ausstellungsstücke der "terra mineralia" wurden in den vergangenen Monaten aus der Schweiz in das Schloss gebracht. Derzeit lagern sie in einem sieben Etagen umfassenden Depot im sogenannten Neuen Haus. Ein Vielfaches der für die Ausstellung vorgesehenen Mineralstufen liegt dort verborgen. "Welche Stücke in der Ausstellung gezeigt werden, kann erst bei der Bestückung der Vitrinen entschieden werden", erklärt Prof. Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg. Natürlich wisse man, welche Minerale gezeigt werden. "Sie liegen aber in verschiedenen Größen und Farbnuancen vor und haben unterschiedliche Begleitminerale", sagt Heide. "Wie sie wirken, zeigt sich erst vor Ort."
Die feierliche Einweihung findet am 20. Oktober statt, die Ausstellung öffnet am 23. Oktober mit einer Festwoche.
Die Mineralienausstellung im Schloss Freudenstein ist ab dem 28. Oktober dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.


