Die sommerlichen Temperaturen in den vergangenen Wochen haben uns schon einen Vorgeschmack auf den Sommer gegeben. Ein Sommer der Lust auf mehr macht. Mehr nackte Haut zum Beispiel. Sexy Bikinis sind da nicht nur aus Sicht der männlichen Betrachter genau das richtige. Auch die Frau von heute zeigt gerne, was sie zu bieten hat. Besonders Mutige haben aber schon längst die Weiterentwicklung des Bikinis für sich entdeckt. Verschiedene Hersteller in Griechenland, der Schweiz und sogar Australien und Neuseeland schneidern die wohl knappesten Teile der Welt.
Dabei war die Geburtsstunde des Bikinis im Jahre 1946 ein Skandal für jeden Moralapostel. Der Aufschrei über die Atomtests, die zur Verwüstung des Bikini-Atolls auf den Marshallinseln führten, gaben dem zweiteiligen Wasserkostüm seinen Namen. Der französische Modeschöpfer Réard Louis nutzte die Aufregung der Menschen, um den Bikini als Teil seiner Kollektion zu präsentieren. Der Umgang mit Bademode, in der Vergangenheit, führte dazu, dass sich kein Modell bereit erklärte den Bikini auf der Modenschau zu tragen.
Und so kam es, dass die französische Nackttänzerin Micheline Bernardini den ersten Bikini in einem Schwimmbad in Paris vorführte. Der Skandal bleibt nicht aus und der Bikini erhält fast weltweit Badeverbot. In Deutschland wurde der Bikini, mit der Verordnung zum „Zwickelerlass“ im Jahre 1932 vom Preußischen Reichskommissar und dem Innenminister Franz Bracht, verbannt. Dieser untersagte das Tragen eines Zweiteilers in der Öffentlichkeit und wurde von den Nationalsozialisten noch verschärft. Die Normen der Badekleidung wurden auf das Tragen von Einteilern mit Beinansatz beschränkt. Der Bikini wurde aus der Mode verbannt.
Der Versuch einiger Modezeitschriften dem Bikini eine neue Chance zu geben blieb ohne große Erfolge. Erst die damals 21-jährige Brigitte Bardot sollte es sein,) die 1956 dem Bikini neues Leben einhauchte. Mit ihrem Auftritt im weißen Bikini in dem Film „Und immer lockt das Weib“ eroberte sie die Männerherzen. Nicht weniger sexy war Ursula Andress´Auftritt 1962 in „James Bond jagt Dr. No“, mit einem Messer im Bikinihöschen entsteigt sie tropfnass dem Meer. Da blieb selbst gestandenen Mannsbildern die Spucke weg. „Wahrhaft ein hübsches Nichts, das Sie da anhaben“, kommentiert Bond. Spätestens mit diesem Auftritt eroberte der Bikini die heimischen Seen bis hin zur Copacabana.
Heute ist der Bikini eine Selbstverständlichkeit und aus der Bademode nicht mehr weg zu denken. Vom sportlichen Modell zum sexy Hingucker ist alles möglich. Aber auch der schönste Bikini macht noch keine Sexbombe. Er ist und bleibt ein gefährliches Kleidungsstück. Aber nur wer keine Erwartung hat, ist wirklich frei. Die neuesten Modehits in Form von Microkinis lassen uns dem paradiesischem Gefühl von Nacktheit am nächsten kommen.
Mehr Informationen über aSS gibt im Internet unter <a href=http://www.a-s-s.ch>www.a-s-s.ch</a>.

