Neues Drehkreuz von DHL in Leipzig eröffnet

Leipzig. Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase ist am Montag auf dem Flughafen Leipzig/Halle das neue europäische DHL-Luftfrachtdrehkreuz offiziell in Betrieb genommen worden. Der Express-Dienst der Post hatte bereits Ende März das Frachtkreuz von Brüssel nach Ostdeutschland verlagert. Leipzig/Halle ist damit neben Hongkong und Wilmington in den USA einer von drei großen DHL-Umschlagplätzen.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte bei einem Festakt, das Drehkreuz sei «mehr als eine Jobmaschine aus Asphalt und Beton«, es sei ein Zeichen für Zuversicht und Perspektive. DHL und die Investitionen am Flughafen mit der neuen Start- und Landebahn hätten in der Region eine «neue Spirale der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung in Gang» gesetzt, sagte Steinmeier.
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post World Net, Frank Appel, sieht im Luftfrachtdrehkreuz ein «logistisches Zentrum von Weltformat». Als entscheidende Kriterien für die Standortwahl nannte er die Lage des Flughafens mit der Nähe zu den Wachstumsmärkten im Osten Europas und die langfristige Planungssicherheit durch eine umfassende Nachtfluggenehmigung. An der Zufahrt zum Frachtdrehkreuz protestierten Anwohner gegen den aus ihrer Sicht starken Fluglärm, der durch die DHL-Frachtmaschinen verursacht wird.

)In Leipzig/Halle werden an jedem Werktag 57 DHL-Maschinen abgefertigt und damit zwischen 1200 und 1500 Tonnen Fracht umgeschlagen und weiter befördert. Es werden 46 Ziele auf drei Kontinenten angeflogen. In den kommenden Jahren soll die Frachtmenge auf 2000 Tonnen pro Werktag steigen. DHL investierte nach eigenen Angaben in den neuen Standort 300 Millionen Euro. Derzeit sind dort 2000 Beschäftigte tätig. Bis 2012 sollen rund 3500 Arbeitsplätze entstehen. Weitere 7000 sind im Umfeld geplant.

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