MDR-Moderatorin gibt Staatskanzlei einen Korb

Anja Koebel vom Sachsenspiegel wird Bürgerfrühstück nicht moderieren
Dresden/Leipzig. Die Veröffentlichung über die geplante Moderation von Sachsenspiegel-Moderatorin Anja Koebel beim Bürgerfrühstück in der Dresdner Staatskanzlei hat beim Mitteldeutschen Rundfunk für große Unruhe gesorgt. MDR-Unternehmenssprecher Stefan Mugrauer erklärte der Sachsen Zeit: „Frau Koebel hat uns darüber informiert, dass sie die genannte Veranstaltung nicht moderieren wird.“
eiko Hilker zeigte sich überrascht angesichts der schnellen Reaktion. Offenbar sei man beim MDR nach der Debatte um die Moderation von Peter Escher beim so genannten Bürgermikrofon sensibilisiert. Allerdings so Hilker: „Mir ist völlig unverständlich wie programmprägende Mitarbeiter sich für derartige Veranstaltungen vereinnahmen lassen.“ Für ihn ist der Vorgang noch nicht abgeschlossen. Immerhin sei zu prüfen, ob der geplante Auftritt von der zuständigen Landesfunkhaus-Chefin Ulrike Wolf genehmigt worden sei oder ob es sich um einen Alleingang von Frau Koebel handelte.

)Übrigens war die geplante Moderation nicht der erste Auftritt bei einer parteinahen Veranstaltung. Koebel moderierte nach eigenen Angaben das 2. Wirtschaftsforum „Kultur als Wirtschaftsfaktor“. Veranstalter war die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung des CDU-Kreisverbandes Dresden. Und auch bei einem Symposium der Frauenunion moderierte die 40-Jährige in Dresden. Thema: „Frauen gestalten Zukunft“.

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