Eine Reise in den Orient in Dresden

Residenzschloss zeigt Teile aus der "Türckischen Cammer"
Dresden. Eine kleine Sonderschau im Dresdner Residenzschloss bietet Besuchern ab Samstag einen ersten Einblick in die künftige Präsentation der „Türckischen Cammer“ der Kurfürsten von Sachsen. In sieben Glasvitrinen ist eine kleine Auswahl von Objekten ausgestellt, die zu einer der prächtigsten und größten Sammlungen ihrer Art weltweit gehören, wie die Staatlichen Kunstsammlungen am Freitag in Dresden mitteilten. Die „Türckische Cammer“ soll 2010 auf etwa 750 Quadratmetern im Residenzschloss eröffnet werden.
Der Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, Dirk Syndram, sagte, die „Türckische Kammer“ sei „in ihrer Vielseitigkeit einzigartig“ und werde für die Besucher „eine Reise in den Orient“ werden. Die aktuelle Sonderschau „Überraschende Ansichten“ zeige nur ein Prozent der insgesamt 800 Objekte. Sie soll die Besucher laut Oberkonservator Holger Schuckelt schon jetzt neugierig auf die seit mehr als 60 Jahren nicht mehr zugängliche „Türckische Cammer“ machen.
Gezeigt wird unter anderem ein reich verzierter Sattel, der 1750 als Geschenk des tatarischen Gesandten in den Besitz des Kurfürsten Friedrich August II. von Sachsen gelangte. Zudem ist ein Rossschweif zu sehen, in dem bei der Restaurierung ein privater Brief, der als Füllmaterial verwendet worden war, gefunden wurde. Auch das Innere eines Kehlbehangs, mehrere versteckte Glöckchen, vom Prunkreitzeug des Prager Goldschmiedes Johann Michael wird den Besuchern offengelegt. Die Objekte zeigen Details wie Innenseiten und demontierte Teile, die in dieser Form später nicht mehr zu sehen sein werden.
Die Sonderschau ist bis 8. September im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes zu sehen. ddp

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