Döbeln. Florence Cunnac hält, was sie verspricht. Die Französin aus Albi, einer Kleinstadt im Südwesten Frankreichs, hat mit ihrem Laden „Gourmandise“ ein kleines Stück Frankreich oder besser einen Leckerbissen nach Döbeln gebracht. Käse, Wurst, Wein und all die anderen Leckerein vor allem aus der Provence hat sie stets frisch vorrätig.
Die 47-Jährige weiß, was sie will. Nach einem ersten, wenig erfolgreichen Versuch, ein Stück Frankreich nach Leipzig zu bringen, zog es sie 2006 nach Döbeln. „Das Geschäft in Leipzig war extrem schwierig. Die Konkurrenz war zu groß“, erinnert sich Florence Cunnac. Aufgeben kam für die Mutter zweier Söhne aber nicht in Frage. In Döbeln suchte sie und fand in der Ritterstraße ihr kleines Paradies. Im Oktober 2006 war es so weit. Das kleine Stück Frankreich konnte nach aufwändiger Sanierung des Altbaus eröffnet werden.
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Doch Florence Cunnac will nicht nur verkaufen, ein Stück Frankreich hat für sie auch etwas mit Lebensart zu tun. Neben Wein- und Käseabenden lockt sie ab und an zu kleinen, aber feinen kulturellen Veranstaltungen. Ende Juni ist es wieder soweit. Zu einem gemütlichen Lese- und Chansonabend mit der französischen Sängerin Gisèle Queméneur und dem Akkordeonisten Valeri Funkner lädt Florene Cunnac am 28. Juni ihre Gäste. Für 15,90 Euro Eintritt gibt es neben dem kulturellen Genuss diverse kulinarische Leckerbissen. Leckerbissen heißt auf Französisch übrigens „Gourmandise“.
Inzwischen läuft das Geschäft von Florence Cunnac so gut, dass sie drei Verkäuferinnen eingestellt hat. Viele Stammkunden nicht nur aus Döbeln, sondern aus Dresden, Leipzig und sogar Mittweida kommen gerne in ihr Geschäft. Und die kleine Französin hat noch viele Träume. Irgendwann möchte sie ihr eigenes Restaurant eröffnen. „Aber dazu muss erst der richtige Zeitpunkt kommen“, sagt sie mit einem verschmitzten Lächeln.

